Privatärztliche Praxis
Adina Börgens Fachärztin für Neurologie / Palliativärztin
Kaiserswerther Str. 296 | 40474 Düsseldorf Telefon 0211 - 15 79 06 56 | Termine nach Vereinbarung

Diagnostik

Technische Untersuchungen / Apparative Diagnostik:

In der Neurologie bieten wir Ihnen vielfältige Leistungen. Die nachfolgende Aufzählung dient
Ihrer ersten Information.

  • Elektroenzephalographie (EEG):

    Bei der Elektroenzephalographie wird die elektrische Aktivität der Hirnoberfläche (Gehirnströme) abgeleitet und aufgezeichnet. Diese schmerzlose und ungefährliche Methode erlaubt diagnostische Rückschlüsse aufErkrankungen des Gehirns, z.B. auf epileptische Anfallsleiden, Bewusstseinsstörungen und Störungen der Hirnleistung. Dazu werden mehrere Elektroden auf der Kopfhaut platziert und mit einer Haube fixiert. Die Untersuchung dauert ca. 20 Minuten. Wir empfehlen, zu der Untersuchung eine Haarbürstemitzubringen.
  • Elektroneurographie (ENG):

    Die Elektroneurographie dient der Untersuchung peripherer Nerven, v.a. an den Armen und Beinen. Dabei wird der zu untersuchende Nerv an verschiedenen Stellen elektrisch stimuliert. An dem zugehörigen Muskel wird dann ein Potenzial mittels Oberflächenelektroden abgeleitet. Es wird die Nervenleitgeschwindigkeit berechnet. Die Potenzialdauer und die Potenzialhöhe werden zur Beurteilung herangezogen. Die Untersuchung dient u.a. der Diagnosefindung bei Lähmungen und „Nerveneinklemmungen" (Engpass-Syndrome, z.B. Karpaltunnelsyndrom, Sulcus ulnaris Syndrom).
  • Elektromyographie (EMG):

    Mittels Elektromyographie wird die elektrische Aktivität im Muskel untersucht. Über eine feine Nadel wird die Muskelaktivität in Ruhe und bei Anspannung des Muskels abgeleitet und beurteilt. Die Untersuchung dient der Diagnostik verschiedener Muskel- und Nervenerkrankungen.
  • Tremoranalyse:

    Hierunter versteht man eine computergestützte Ableitung mit Oberflächenelektroden vom Unterarm, um die genaue Tremorfrequenz zu ermitteln. Die Untersuchung ist völlig schmerzfrei (wie bei einem EKG). Durch die Tremoranalyse gelingt eine exaktere Diagnosestellung und Differenzierung von Erkrankungen, die mit einem Tremor einhergehen können, z.B. des Morbus Parkinson oder essentieller Tremor.
  • Evozierte Potenziale (EP):

Bei Reizung der Sinnessysteme lassen sich an verschiedenen Stellen des Nervensystems Potenziale hervorrufen (evozieren).
(Wenn Sie den jeweiligen Aufzählungstext anklicken, erhalten Sie eine nähere Erläuterung.)

  • VEP (Visuell evozierte Potenziale):

    • Diese Untersuchung dient der Beurteilung der Sehbahn. Als Reiz dient ein bewegtes Schachbrettmuster auf einem Monitor. Über der Sehrinde wird eine Oberflächenelektrode positioniert. Das Potenzial wird aufgezeichnet und nachfolgend werden Form, Höhe und Zeit bis zum Eintritt der Reizantwort gemessen. Mit dieser Untersuchung lässt sich eine Entzündung des Sehnerven diagnostizieren.

  • FAEP (Frühe akustisch evozierte Potenziale):

    • Hierbei wird die Hörbahn untersucht. Der Hörnerv wird über Kopfhörer mit Klicklauten gereizt und die Reizantworten der einzelnen Hörbahnabschnitte werden von der Kopfoberfläche abgeleitet. Die Untersuchung dient der differenzierten Lokalisation von Erkrankungen der Hörbahn.

  • SEP (Sensibel evozierte Potenziale):

    • Diese Untersuchung erfasst Störungen im Verlauf der sensiblen Leitungsbahnen auf Ebene der peripheren Nerven, des Rückenmarks und des Gehirns. Dazu werden Arm- oder Beinnerven wiederholt stimuliert. Die dadurch evozierten Potenziale lassen sich in verschiedenen Etagen des Nervensystems ableiten.

  • MEP (Motorisch evozierte Potenziale):

    • Die Methode wird auch transkranielle Magnetstimulation genannt. Mit einer Magnetspule werden die motorischen Zentren im Bereich des Gehirns oder des Rückenmarkes stimuliert. Die Folge ist ein Bewegungsimpuls in Händen und Beinen. Die Untersuchung ist schmerzfrei (die meisten Patienten erschrecken lediglich wegen der ausgelösten Muskelkontraktionen) und völlig harmlos (Patienten mit Herzschrittmacher, Epilepsie oder instabilen Wirbelbrüchen dürfen nicht untersucht werden). Mit der Unteruchung können Schädigungen der motorischen Bahnen bei verschiedenen Krankheiten frühzeitig erkannt werden. Bei Schlaganfallpatienten erlaubt sie eine gewisse Abschätzung der Rückbildungschancen einer Lähmung.

  • Doppler- und Duplexsonographie der hirnversorgenden Gefäße:

    Mittels Dopplersonographie lässt sich der Blutstrom der zum Gehirn führenden Blutgefäße (Extrakranielle Dopplersonographie) und der im Gehirn verlaufenden Hirnbasisgefäße (Transkranielle Dopplersonographie) untersuchen. Damit lassen sich Strömungsauffälligkeiten der Arterien feststellen. Wird zeitgleich auch die Gefässwand dargestellt, dann spricht man von einer Duplexsonographie (Dopplersonographie und B-Bild). Damit kann man Veränderungen der Gefäßwand wie Verkalkungen, Einrisse der Gefässwand und der Grad der Verengung (Stenosegrad) sehr gut beurteilen. Diese Untersuchungen sind schmerzlos. Sie dienen der Diagnostik von Schlaganfallursachen. Im Rahmen der Schlaganfallprophylaxe besitzen die Ultraschalluntersuchungen der hirnversorgenden Gefäße eine zentrale Bedeutung. Sie kommen z.B. auch bei der Abklärung von Schwindel, Kopfschmerzen und Gedächtnisstörungen zum Einsatz.
  • Neuropsychologische Tests:

    Testpsychologische Untersuchungen sind standardisierte Verfahren, die z.B. zur Diagnostik von Gedächtnisstörungen eingesetzt werden. Damit lassen sich neuropsychologische Defizite beurteilen und vergleichbar machen. Als orientierende Demenztests dienen z.B. der MiniMentalStatusTest, der DemTect und der Uhrentest.
  • Polygraphie (PG):

    Zur Einteilung des Schweregrades der obstruktiven Schlafapnoe führe ich in meiner Praxis die kardiorespiratorische Polygraphie (PG) durch, mit der die Bestimmung der Anzahl von Atemstillständen möglich ist. Hierzu wird den Patienten für die Anwendung zu Hause ein kleines, tragbares Gerät mitgegeben, welches während des Schlafens den Luftstrom an Mund und Nase, die Brust- und Bauchbewegungen, die Herzfrequenz, die periphere Sauerstoffsättigung, die Körperlage und die Schnarchgeräusche aufgezeichnet. Zur erweiterten Diagnostik dienen auch spezielle Fragebögen.